Joseph Schumpeter in Bonn

„Ich wünsche nie, Abschließendes zu sagen…“
David Eisermann und Gunnar Sohn über den berühmten Ökonomen und Soziologen
und seine Zeit an der Bonner Universität (1925-1932)
Di., 26. März 2019 um 20 Uhr für 10 € im buchLaden 46

 

VWL-Star und erster Soziologe in Bonn: Joseph A. Schumpeter 

„Ich wünsche nie, Abschließendes zu sagen…“ Am 29. Juni 1932 hielt Joseph A. Schumpeter (1883-1950) eine Abschiedsrede an der Universität Bonn. Der berühmte österreichische Ökonom  hatte in Bonn seit dem Jahre 1925 gelehrt. „Im Nachhinein darf man ihn als Bonns ersten Soziologen bezeichnen. einen Lehrstuhl für Soziologie hat es an der Bonner Universität damals nicht gegeben. Der wurde erst 1962 eingerichtet – zwölf Jahre, nachdem Schumpeter in den USA gestorben war. Mein Vater hatte ihm 1962 seine Bonner Antrittsvorlesung gewidmet. Aber die Zeit war damals für eine Wiederentdeckung oder Neubewertung Schumpeters noch nicht reif“, so der WDR-Journalist David Eisermann. Nach Ansicht des Bonner Volkswirts Gunnar Sohn ist es erstaunlich, dass bei der inflationären Verwendung des Begriffs „Innovation“, der Ökonom Schumpeter als Vater der Innovationstheorie in betrieblichen und volkswirtschaftlichen Gestaltungsfragen ein Schattendasein führt. „Man braucht sich nur den Lehrplan des Bonner Fachbereichs für Wirtschaftswissenschaft anschauen“, kritisiert Sohn, Mitautor des Bandes „Schöpferische Zerstörung und der Wandel des Unternehmertums. Zur Aktualität von Joseph A. Schumpeter“.

David Eisermann und Gunnar Sohn erörtern die Bonner Jahre des großen Nationalökonomen und beleuchten, warum Schumpeter auch heute noch ein wichtiger Stichwortgeber für Wirtschaftswissenschaft und Wirtschaftspolitik ist.

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