Nicht nur doof, sondern auch noch feige, Herr Weimer!
Lügen tun Sie auch! Das ist Kulturpolitik?
Der Kulturstaatsminister Weimer hat nach der Überprüfung der Preisträger durch den Verfassungsschutz jetzt die Übergabezeremonie des Buchhandlungspreises abgesagt.
Die Preise werden jetzt per Post versendet.
Die drei gecancelten Buchhandlungen hätten eh keinen Preis bekommen, wurde per algemeiner Rundmail aus dem Innenministerium mitgeteilt. Das war eine Lüge – zwei Buchhandlungen hätten sogar den zweiten Preis bekommen.
Wir haben den ersten Buchhandlungspreis 2015 von Monika Grütters (CDU!), der damaligen Kulturstaatsministerin übergeben bekommen. Das war ein tolles Erlebnis. Unsere Arbeit wurde gewürdigt. Es gab keine andere Möglichkeit so viele KollegInnen zu treffen. Insgesamt durften wir das 5 x erleben. Claudia Roth übergab uns 2024 den ersten Preis. Große Freude. Die 25.000 € haben übrigens einen unserer Arbeitsplätze gerettet!
Die Übergabe Zeremonie hätte nächsten Donnerstag auf der Leipziger Buchmesse
stattfinden sollen. Dort hätte sich Weimer den BuchhändlerInnen zeigen müssen, dem Börsenverein, den Verlagsvertretern, der kompromittierten Jury und jeder Menge JournalistInnen. Kann man verstehen, dass er da kneift.
Feige ist es dennoch.
Und der Buchhandlungspreis ist zerstört.
„So geht das!“ sagt Kurt Vonnegut in „Schlachthof 5“
immer dann, wenn einer stirbt.

Hier eine Seite für die Solidarität mit den drei Buchhandlungen
und einer Geldsammlung für deren Klagen.
Am 19.3. nimmt Weimer an einer Veranstaltung zum Thema Kunstfreiheit auf der Leipziger Buchmesse teil. Ein Witz?
