Bambostic

 

 

Bambostic

Jan Klare – sax, Kai Weiner – hammond organ,
Aley Morsey – bass, Leif Berger – drums

Do., 14. Mai 2020 für 20 € um 20 Uhr im buchLaden 46
Earl Bostic war ein amerikanischer Altsaxophonist, der an der Schnittstelle zwischen Jazz, R&B und Tanzmusik zu seiner Zeit wahrscheinlich der erfolgreichste Instrumentalist war. Im seriösen Jazz Business wurde er wegen seiner vordergründigen Kommerzialität oft nicht ernst genommen.
Warum also Bostic?
„Bambostic“ befasst sich mit der extrem virtuosen und kunstvollen Seite seiner Musik, der den Vergleich mit Charlie Parker nicht scheuen musste. Es gibt im Jazz die Tradition, einem berühmten Kollegen zu huldigen, seine Stücke neu zu bearbeiten und sich seiner Person anzunähern. Bei Bostic ist das bisher nicht passiert, zwar werden Stücke wie sein grosser Hit „Flamingo“ immer wieder gespielt, aber in Jazzkreisen wird er als kommerziell und oberflächlich gehandelt. Natürlich kann man nicht leugnen, dass seine Musik gefallen will, sie lebt von Vitalität, Virtuosentum und sie war immer als Tanzmusik gemeint.

Doch heutzutage, wo der Jazz immer bürgerlicher und polierter daherkommt, wirkt Bostics Musik kraftvoll und beinahe kompromisslos. Heute klingen seine frappanten Kompositionen, die frisch, simpel, geradeaus und extrem wirkungsvoll sind, wie ein Statement, ein Weckruf.

Jan Klare hat sich nicht gerade einen Ruf als Traditionalist erarbeitet,
die Körperlichkeit des Spiels jedoch verbindet ihn mit Earl Bostic.
Kongenial Michael Griener/ Schlagzeug und Alex Morsey/ Bass, die beeindruckende Brücken zwischen Avantgarde und New Orleans schlagen, Kai Weiner mit dem dicksten Hammond Sound weit und breit.

 

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