Loplop’s Call

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Loplop´s Call

Eine surrealistische Klangreise inspiriert von Texten von Max Ernst und Meret Oppenheim
Albrecht Maurer – Gotische Fidel, Viola, Stimme
Norbert Rodenkirchen – Traversflöte, Altflöten
Bettina Marugg – Lesung

Sa., 13. Mai 2017 für 20 € um 20 Uhr im buchLaden 46

 

Max Ernst und Meret Oppenheim.
1932 treffen sie sich und sind für 16 Monate ein Liebespaar.
In Paris. Eine wilde Zeit.
Viele, später namhafte, Künstler kommen hierher.

Das Entsetzen über den ersten Weltkrieg ist nicht geheilt.
Alle brechen auf um etwas Neues zu finden, zu schaffen und zu leben:
Eine wilde Kunst-Kommune.

Das Ende ist bekannt, ein weiterer Krieg, KZ, Tod und Verfolgung und manchmal das Glück weglaufen zu können.
Meret nach Bern, Max in die USA.

Aber noch sitzen sie mit Dora Maar und Pablo Picasso im Café um Meret Oppenheims „Dejeuner en fourrur“,
die berühmte Pelztasse, zu diskutieren.
Dem Kalten etwas Warmes, Lebendiges geben.
Man Ray macht die berühmte Fotoserie mit Meret als Model.
Alberto Giacometti, Paul Eluard, Salvadore Dali, Gala,
André Breton, Ernest Hemingway, Gertrude Stein, …

Darstellende Kunst ist da noch eng verbunden mit Literatur.
Meret Oppenheim schreibt genauso Gedichte,
wie Max Ernst Bücher malt.

1917 hatte Max Ernst einen Text geschrieben,
der die Sehnsucht nach Farbe, nach Kunst, nach Erotik herausschrie:
„Vom Werden der Farbe“.
Er hatte innere Landschaften und innere Lebewesen auszudrücken.
Vögel waren seine wichtigsten und
Loplop sein Leitvogel am gemalten Himmel.

Meret Oppenheim, 22 Jahre jünger als Max Ernst, startete 1932 in Paris ankommend, ihre Kunst: nicht nur Bilder, auch Objekte, Plastiken, Mode, Tische und eben auch Traumprotokolle und Gedichte.
Vögel haben sie ihr ganzes künstlerisches Leben beschäftigt:
Wesen, die sich zwischen Himmel und Erde entscheiden und
zwischen Natur und Kunst leben können.

 Ali Maurer und Norbert Rodenkirchen folgen dem Ruf des Loplop mit ihrer Musik. Bettina Marugg gibt die Worte dazu.
Grundlage des Konzerts sind Ernsts „Vom Werden der Farbe“ und
die Gedichte Oppenheims.

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