Franzobel liest

Das Floß der Medusa

Franzobel_(c)_Dirk_Skiba_HF

Franzobel liest:
Das Floß der Medusa

Moderation Holger Schwab
Mo., 24. April 2017 um 20 Uhr für 12 € im buchLaden 46

Was bedeutet Moral, was Zivilisation,
wenn es um nichts anderes geht als ums bloße Überleben?
Ein epochaler Roman von Franzobel

18. Juli 1816: Vor der Westküste von Afrika entdeckt der Kapitän der Argus ein etwa zwanzig Meter langes Floß. Was er darauf sieht, lässt ihm das Blut in den Adern gefrieren: hohle Augen, ausgedörrte Lippen, Haare, starr vor Salz, verbrannte Haut voller Wunden und Blasen … Die ausgemergelten, nackten Gestalten sind die letzten 15 von ursprünglich 147 Menschen, die nach dem Untergang der Fregatte Medusa zwei Wochen auf offener See überlebt haben. Da es in den Rettungsbooten zu wenige Plätze gab, wurden sie einfach ausgesetzt. Diese historisch belegte Geschichte bildet die Folie für Franzobels epochalen Roman, der in den Kern des Menschlichen zielt.
Wie hoch ist der Preis des Überlebens?

Berühmt duch das Bild von Gericault,
die Beschreibung in der „Ästhetik des Widerstandes“ von Peter Weiß
und die Vorlesung von Klaus Heinrich:
Die Schiffskatastrophe von 1816, als vor der west – afrikanischen Küste die
Fregatte Medusa untergeht, ist zum Bild für die Grundfragen unseres Lebens geworden.
Es überlebten damals 15 Menschen auf den Holzresten des Schiffes.
Es waren 150 auf diesem Floß gewesen.
Was ist mit den Fehlenden passiert?
Und noch wichtiger die Frage: was ist den 15 Überlebenden passiert?

Franzobel hat einen tollen Roman darüber geschrieben,
einen historischen Roman, der heutige Fragen diskutiert.

Kommentare sind geschlossen.